Strategisches Content Marketing – Ein Framework zur Strategieentwicklung

Gestern habe ich meinen Vortrag auf der Content Marketing Conference gehalten. Ich durfte den ersten hören und habe daraufhin kurzfristig entschieden, den Vortrag noch etwas auszubauen, weil ich das Gefühl hatte, dass noch eine ganze Menge Einordnungen fehlen. Er erscheint jetzt mit 134 Folien sehr lang – ich bin aber doch in einer guten Dreiviertelstunde durchgekommen. Nach dieser Methode habe ich in den vergangenen drei Jahren für drei internationale Konzerne und einen großen Mittelständler die Content Strategie entwickelt – und sie wird aktuell erfolgreich umgesetzt. Die Schritte im Framework habe ich mit Beispielen der Strategieentwicklung für Thomas Krenn illustriert.
Am wichtigsten ist für mich aber die Verknüpfung zu “Scompler” im letzten Teil. Denn hier wird deutlich, dass Scompler nicht nur irgendein Tool ist, sondern auf einer ganz klaren Methode beruht. Ich habe Scompler entwickelt, um genau dieses Framework umsetzen zu können. Denn eines ist klar: Für solche vollständigen Konzepte ist Excel ungeeignet. Und nach viel Recherchen und inzwischen auch ganz vielen Gesprächen mit Kollegen weiß ich: Bisher gab es noch kein Tool, das das kann.
Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor tendieren allerdings dazu – so ein Ergebnis der Umfrage – Content zu vernachlässigen, obwohl er ein wesentlicher Bestandteil der Erlebnisqualität ihrer Kunden ist.
Ein Viertel der Teilnehmer nennt das Optimieren des Kundenerlebnisses als Bereich mit dem größten Potential für das laufende Jahr und 81% stufen die Optimierung der “Customer Journey” als „sehr wichtig“ ein.
Allerdings nennen Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor hier seltener die Erstellung überzeugender Inhalte für digitale Erlebnisse (7% gegenüber 14% in anderen Branchen). Die Ergebnisse der Befragung lassen darauf schließen, dass sich Unternehmen mit digitalen Kundenerlebnissen eher als Gesamtkonzept beschäftigen, und vor Allem den Einsatz neuer Technologien in den Vordergrund stellen.
Die Eigeneinschätzung digitaler Reife stieg beispielsweise von 9% auf 17%. Dies lässt auf grundsätzliche Investitionen schließen und die hohe Bedeutung, die der Digitalisierung als strategischem Thema zukommt. Im Hinblick auf Content, scheint diesem zentralen Baustein aber ein überraschend geringer strategischer Stellenwert eingeräumt zu werden.
Der Anspruch an hochwertige Kundenerlebnisse verlangt von Unternehmen, den Kunden auf neue Weise in den Mittelpunkt der Kommunikation und des gesamten Geschäftsmodells zu rücken; die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit im richtigen Format auf dem richtigen Kanal auszuspielen. Insbesondere bedeutet das auch: Ohne Content zeigt selbst die kunstvollste Omnichannel-Architektur nur gähnende Leere. Nur mit relevanten Inhalten können sie den Kundenbedürfnissen in verschiedenen Phasen der „Customer Journey“ entsprechen.










