Wir müssen aufhören vom Kanal her zu denken.“ Im Grunde klingt das ganz einfach. In der Praxis bedeutet das für uns Marketer und Kommunikatoren aber eine riesengroße Aufgabe. Die Frage ist: Von woher sollen wir denn sonst denken? Die Antwort ist: Es ist das Bedürfnis des Gegenübers. Und wie macht man das? Der Schlüssel ist eine konsequente Themenarchitektur: Wir machen das Bedürfnis in all seinen Facetten zum Thema. Wie man das tut, dafür gibt es in der unten angehängten Präsentation eine genaue Anleitung – und einen Einblick, wie man so eine Themenarchitektur mit Scompler ganz praktisch operationalisiert. 


Kennen Sie den Begriff „alte Zöpfe abschneiden“? Die Redewendung stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Das war die Zeit der Befreiungskriege, in der sich Politik, Umgangsformen und Gebräuche stark veränderten. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Zopf von Männern als Kopfschmuck getragen, und das kam zu dieser Zeit stark aus der Mode. Das Verschwinden des Zopfes stand damals für den Übergang in ein neues Zeitalter. Und manchmal muss man bei so einem Übergang eben ein bisschen nachhelfen. Das tut man, indem man die Zöpfe abschneidet.

Wie viele „alte Zöpfe“ müssen wir in Marketing und Kommunikation abschneiden?

„Disruption“ ist das moderne Äquivalent zum „Zöpfe abschneiden“. Was man im 19. Jahrhundert abschnitt, „zerstört“ man heute. In beiden Fällen meint es vor allem eine ziemlich deutliche Veränderung von Handeln, Haltung und Einstellung. Apple war deswegen disruptiv, weil nach dem iPhone ein Telefon kein Telefon mehr war. Die Menschen fingen an, das Telefon als etwas ganz Neues zu betrachten. Das mechanische Werkzeug der Disruption von damals, die Schere, ist heute einem digitalen Werkzeug gewichen, der technischen Innovation. Wichtig ist hier aber zu verstehen, dass nicht die technische Innovation die Disruption ist, sondern immer die dahinter liegende (oder ausgelöste) Verhaltensänderung. Womit wir beim Marketing wären. In der Tat muss man sich fragen, wie viele „alte Zöpfe“ aktuell im Marketing abgeschnitten werden müssen. Und wie stark man beim Einzelnen nachhelfen muss, um den Übergang zu beschleunigen. Niemand zweifelt heute mehr daran, dass diese Veränderungen notwendig sind. Zu viele „Zöpfe“, die der Einzelne lieb gewonnen hat, funktionieren nicht mehr. Sie müssen ab. Die Frage ist nur: Wie einfach wird das?

Nützt das was oder kann das weg?

Wir befinden uns mitten in einem massiven Wandel hin zu einer „bedürfnisorientierten“ Kommunikation. Das ist keine esoterische oder moralische Dimension. Wer nicht klar und deutlich ein Bedürfnis erfüllt, also „einen Nutzen gibt“, hat keine Daseinsberechtigung mehr. Das gilt auch für „Content“, also für die Inhalte jeglicher Kommunikation, egal ob Werbung, Marketing, Pressearbeit oder Social Media. Die größten Gatekeeper, also Google und Facebook, richten ihre Algorithmen einfach gnadenlos nach den Bedürfnissen der Verbraucher aus. Und wer dem nicht entspricht, geht schlichtweg im überbordenden Strom der Informationen unter. Und selbst, wenn man dann doch einmal (technisch) durchdringt, filtert unser Hirn – oder der Werbeblocker – unnütze Informationen einfach aus. Immer öfter gilt dann der alte Berliner Spruch: „Ditt würd ick ja noch nich mal ignoriejen“.

Content Marketing meets Newsroom

Und da wären wir bei der Headline. „Content Marketing“ und „Newsroom“ stehen heute für zwei der einschneidendsten Veränderungen im Marketing. „Content Marketing“ meint hier den Wechsel hin zu einer bedürfnisorientierten Kommunikation. Und „Newsroom“ meint den Abbau von Silos in Kommunikation und Marketing, die heute noch vorherrschende Organisation der Kommunikation nach Kanälen. „Content Marketing meets Newsroom“ meint hier, sich übergreifend und integriert auf die Bedürfnisse des Kunden zu konzentrieren. Im Team. Das wird weder mit einem „Content Marketing Tool“ funktionieren, noch wird es reichen, sich einen Raum mit Stehtisch und großem Monitor einzurichten. Auch dann nicht, wenn auf dem Monitor das Tool läuft.

Es ist eben nicht einfach …

Und auch wenn wir uns alle das Einfache wünschen. Es ist nicht einfach. Es ist komplex. Da beißt die Maus den Faden ab. Der erste Schritt zum Erfolg ist die Bereitschaft, sich mit dem Komplexen auseinander zu setzen. Wir haben versucht, diesen komplexen Vorgang ausreichend Raum zu geben, um ihn verständlich zu machen: In dieser Präsentation. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei. Und wenn Sie wünschen, schicken wir Ihnen diese Präsentation gerne als (offene) Power-Point-Datei zu. Bitte schicken Sie und dafür einfach eine E-Mail.

Die Präsentation

Und hier ist die Präsentation. Sie können Sie auch groß in einem in einem neuen Fenster Fenster öffnen, oder sie im Vollbildmodus anschauen: Klicken Sie dafür auf das „Vollbildmodus-Symbol“ links unter der Präsentation.

 

 

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Mirko Lange Administrator
Hype-freier Kommunikationsmensch zwischen Leidenschaft und Profession mit domestiziertem Hang zum Disruptiven. Beruflich nenne ich mich heute vor allem
„Content Strategist“. Ansonsten: Berater, Helfer, Referent, Dozent, Blogger sowie
Tief- und Querdenker mit Freude am Debattieren.
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